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Google Ads Budget Pacing: Monatsbudget kontrollieren

maitiq · Veröffentlicht

Steuerung braucht Plan, Projektion, eine Änderungsregel und eine getrennte interne Stoppgrenze. Ob eine monatliche Agenturprüfung die Abweichung erst nach Monatsende sieht, hängt von ihrem Berichtsstand ab; ein täglicher Pacing-Lauf zeigt sie, solange Resttage zum Gegensteuern bleiben. Ein Audit liest nur und benötigt einen verbundenen oder gelieferten Plan samt Belegen.

Welche vier Grössen dürfen Sie nie verwechseln?

Vier Zahlen heissen «Budget» – mit unterschiedlichen Eigentümern, Belegen und Wirkungen.

GrösseWer legt sie festBelegWas sie steuertWas sie nicht beweist
freigegebener PeriodenplanIhr UnternehmenBeschluss mit Person und Datumwirtschaftliche Absichtkeine Begrenzung im Konto
Kampagnen-Budgeteinstellungoperative Rolle im KontoEinstellung und ÄnderungsverlaufAuslieferungstempo je Budgetressourcekeinen garantierten Tagesbetrag
Googles AusgabengrenzenGoogleGoogle-Hilfe und Abrechnungmaximal fakturierbaren Betrag pro Tag und Monatkeine interne Freigabe, keinen Stopp beim Zielwert
interne Autorisierungs- und StoppgrenzeBudgetverantwortung und BetriebFreigabe, Reserve, Monitoring, Pausenzugriffwann Sie eingreifenkeine Garantie seitens des Anbieters

Was bedeutet «durchschnittliches Tagesbudget»?

Google beschreibt es als den Betrag, den Sie pro Tag und Kampagne im Durchschnitt ausgeben möchten. An starken Tagen kann mehr ausgeliefert werden; das nennt Google «Mehrauslieferung». Dazu dokumentiert Google zwei benannte Grenzen; laut der englischen Hilfe gelten sie für die meisten Kampagnen:

  • Grenze für tägliche Ausgaben = durchschnittliches Tagesbudget × 2;
  • Grenze für monatliche Ausgaben = durchschnittliches Tagesbudget × 30,4; gilt bei unverändertem durchschnittlichem Tagesbudget.

30,4 ist Googles Rechenwert für die durchschnittliche Anzahl Tage pro Monat. Die Monatsgrenze gilt bei unverändertem durchschnittlichem Tagesbudget; jede Änderung verschiebt die Rechnung auf die verbleibenden Tage. Überschreitet die Auslieferung die Monatsgrenze, bleibt der fakturierte Betrag bei der Grenze; die Differenz trägt Google als Gutschrift für Mehrauslieferung. Ausgelieferte Kosten und belasteter Betrag sind deshalb nicht dieselbe Zahl – welche Zahl in welchen Beleg gehört, behandelt der Leitfaden zu Mediabudget und Agenturhonorar.

Beim Abrechnungsmodell Pay-per-Conversion können die Tagesausgaben laut Google auch mehr als das Doppelte des Tagesbudgets erreichen; die Grenze für monatliche Ausgaben bleibt auch dort bestehen. Beide Grenzen gelten je Budgetressource, nicht je Konto.

Rein illustrativ, frei gewählt, ohne Kontobeobachtung und ohne Prognose, Kontowährung CHF: Bei CHF 1’000 Tagesbudget liegt die Tagesgrenze bei CHF 2’000, die Monatsgrenze bei CHF 30’400. Keine dieser Zahlen ist eine Freigabe.

Welche Budgetart passt zu Ihrer Periode?

Google dokumentiert drei Budgetarten auf Kampagnenebene. Das gemeinsame Budget ist dabei kein eigenes Abrechnungsmodell, sondern ein einziges durchschnittliches Tagesbudget für mehrere Kampagnen. Die Wahl verändert das Pacing-Verhalten grundlegend und gehört an den Anfang.

BudgetartPacing laut GoogleHarte Obergrenze?Wichtige Bindungen
durchschnittliches TagesbudgetAusgleich über den Monat; einzelne Tage weichen abkein Stopp beim nominellen Tagesbetrag – es gelten die Abrechnungsgrenzen 2× pro Tag und 30,4× pro MonatStandardfall; Basis für Budgetbericht und gemeinsame Budgets
gemeinsames Budgetein einziges durchschnittliches Tagesbudget für mehrere Kampagnen; nicht voll ausgeschöpfte Budgets werden automatisch an Kampagnen mit begrenztem Budget neu zugewiesenkein eigenes Abrechnungsmodell – dieselben Abrechnungsgrenzen für die eine gemeinsame Ressourcenur für Such-, Shopping-, Display- und Videokampagnen; nicht verfügbar für andere Kampagnen und nicht kompatibel mit Tests, App-Kampagnen, Hotelkampagnen mit Provisionsgebot, Performance Max und smarten Shopping-Kampagnen sowie mit Gesamtbudgets
Gesamtbudget der KampagneGoogle verteilt auf die verbleibenden Tage der Laufzeitja – das Gesamtbudget begrenzt die Kampagnenperiode; laut Google nie mehr als der Gesamtbetragnur neue Kampagnen, Mindestlaufzeit drei Tage, Enddatum verlängerbar, keine Tagesgrenze, kein Wechsel vom Tagesbudget nach Erstellung

Nur das Gesamtbudget hat laut Google eine feste Obergrenze, ist aber keine allgemeine Pacing-Antwort: Es hängt an Kampagnentyp, Gebotsstrategie, Laufzeit und Erstellungszeitpunkt, und späte Änderungen können die Auslieferung ungleichmässig machen. Prüfen Sie die Verfügbarkeit im Konto.

Was ist die richtige Ausgangsbasis?

Ausgangsbasis ist der freigegebene Geschäftsplan, nicht die Kontohistorie. Notieren Sie Quelle, Betrag, Währung, Gültigkeitszeitraum und Freigabeperson. Für den Monatswert gilt diese Reihenfolge:

  • Monatsplan: Betrag direkt;
  • Jahresplan: Betrag ÷ 12, nur bei wirklich gleichmässiger Verteilung;
  • begrenzte Periode: Betrag ÷ eingeschlossene Tage × 30,4;
  • ausdrückliche Null: gültiger Plan mit Wert null, nicht «kein Plan».

Vor dem Rückgriff auf die Kontohistorie gilt der konfigurierte Plan. Eine Workflow-Vorgabe hat Vorrang vor dem Kontoplan; fehlen beide, dienen die vollständigen kontolokalen Kosten der letzten 90 Tage geteilt durch drei als sichtbar beschriftete Vergleichsgrösse – das sind nicht buchstäblich drei vorangegangene Kalendermonate, und daraus folgt keine Autorisierung. Ist die Datenbasis unvollständig, entsteht kein Vorschlag: Der Lauf hält die fehlende Evidenz fest und zählt die nicht bewerteten Budgetressourcen, statt eine Zielgrösse zu erfinden.

Wie berechnen Sie den aktuellen Ausgabenverlauf?

Projektion = Kosten bis dato ÷ abgeschlossene Kalendertage × Kalendertage der Periode

Verwenden Sie nur abgeschlossene Tage in der Kontozeitzone; ein laufender Tag verzerrt den Nenner. Erwarteter Budgetanteil und erwartete Ausgaben sind der lineare Plan bis zu diesem Tag, keine vorhergesagte Auslieferung in der Auktion.

Illustratives Szenario, frei gewählt, ohne Kontobeobachtung und ohne Prognose – Planperiode 1.–30. Juni 2026, Kontozeitzone Europe/Zurich, Kontowährung CHF, Datenstand nach dem vollständig abgeschlossenen 10. Juni, Quelle: hypothetische Beispielquelle «Kampagnenkosten», kein beobachtetes Konto:

  • freigegebenes Periodenziel CHF 40'000, Kosten bis dato CHF 13'000 nach 10 abgeschlossenen Tagen;
  • Projektion: CHF 13'000 ÷ 10 × 30 = CHF 39'000;
  • Planabweichung: CHF 39'000 − CHF 40'000 = −CHF 1'000;
  • Restplan CHF 27'000 auf 20 Tage, also CHF 1'350 pro Resttag.

Das ist ein Indikator für den Ausgabenverlauf, keine Auktions-, Nachfrage- oder Performanceprognose. Wochentage, Saison, Budgetänderungen und Lernphasen verändern den Verlauf. Der eingebettete Rechner am Ende dieses Beitrags nennt «Abweichung» die Differenz zwischen den beobachteten Ausgaben und dem bis zum gewählten Tag linear geplanten Ausgabenstand. Die hier gezeigte Planabweichung vergleicht dagegen die Hochrechnung auf Monatsende mit dem vollen Plan. Beide Grössen sind unterschiedlich und werden getrennt benannt.

Wie sieht die vollständige manuelle Arbeitsvorlage aus?

Alle Felder beginnen leer: keine Vorbelegung, kein «typischer» Wert, kein Zielwert. Die Tabelle ist eine kopierbare manuelle Vorlage: Sie tragen die Werte ein und prüfen die genannten Bedingungen selbst; die Spalte «Eigene Eingabe» bleibt dafür leer.

Der eingebettete Rechner am Ende dieses Beitrags ist ein separates, kleineres Werkzeug: Er nimmt nur vier Eingaben – Kalendertage (28 bis 31), abgeschlossener Tag, Monatsbudget und beobachtete Ausgaben – fest in CHF und zeigt den Anteil der verstrichenen Zeit, den linear geplanten Ausgabenstand bis zu diesem Tag, die Differenz zu diesem Stand, das Verhältnis und die Hochrechnung auf Monatsende. Er prüft keine Freigabe, Quell-IDs, Zeitzone, Währungen, Budgetressourcen, Abdeckung oder Änderungen und berechnet weder den Resttagesbedarf noch Google-Budgetgrenzen. Ein Verhältnis von 1,2 bedeutet 20 Prozent über diesem linearen Plan; ein Plan von null ergibt beim Verhältnis «N/A», während die absoluten Ausgaben aussagekräftig bleiben. Für die Methode dieses Beitrags gilt die Kontowährung, der eingebettete Rechner rechnet fest in CHF.

FeldEinheit oder ZustandQuelleEigene EingabePrüfung bei fehlendem Wert
Planquelle und FreigabeReferenz, Person, DatumBeschlussAussage nicht möglich; Freigabe nachreichen
Planart«monatlich», «jährlich», «Periode», «ausdrückliche Null»BeschlussAbleitung nicht möglich; Planart ergänzen
Periodenstart und -endekontolokales DatumPlanNenner und Resttage nicht berechenbar; Daten ergänzen
KontozeitzoneIANA-ZeitzoneKontoeinstellungTagesabgrenzung nicht möglich; Zeitzone ergänzen
KontowährungISO-CodeKontoeinstellungSummen nicht möglich; Währung ergänzen
PlanbetragKontowährung pro PeriodePlanAbweichung und Resttagesbedarf nicht berechenbar; Betrag ergänzen
Datenstandkontolokales Datum und UhrzeitKostenquelleProjektion nicht möglich; Datenstand ergänzen
abgeschlossene und verbleibende KalendertageTageabgeleitetohne Resttage ist der Resttagesbedarf «N/A», nicht das ganze Blatt
Kosten bis datoKontowährungbenannte KostenquelleProjektion nicht möglich; Kostenquelle ergänzen
Budgetressourcenstabile ID, Tagesbetrag, BudgetartKontoeinstellungjede nicht erfasste Ressource bleibt offen und wird gezählt
Mitgliedskampagnen je RessourceListeKontoeinstellungeine gemeinsame Ressource zählt einmal
Ereignisse und ÄnderungenText mit DatumÄnderungsverlaufAbweichung bleibt offen; eine fehlende Notiz beweist keinen erklärenden Vorfall
Szenariostatus«illustrativ», «beobachtet», «nicht prüfbar»BearbeiterStandard «nicht prüfbar»

Abgeleitete Werte, je mit sichtbarer Formel und Einheit:

  • Projektion = Kosten bis dato ÷ abgeschlossene Tage × Tage der Periode
  • Planabweichung = Projektion − Planbetrag
  • Resttagesbedarf = (Planbetrag − Kosten bis dato) ÷ verbleibende Tage; am Periodenende gibt es keine Resttage, der Wert ist dann «N/A»; ein negativer Restbetrag bedeutet, dass der Plan bereits überschritten ist, und ist keine negative Ausgabenempfehlung.
  • Summe eindeutiger Tagesbudgets = Σ Tagesbetrag je eindeutiger Budgetressource
  • mögliche Tagesauslieferung ≈ 2 × Summe der Tagesbudgets; je unabhängiger Budgetressource zählt dabei das höchste an diesem Tag nach Änderungen konfigurierte Tagesbudget. Das ist eine anwendbare Planungsreferenz für fakturierbare Kosten, keine Obergrenze der ausgelieferten Kosten; ein Wechsel gemeinsamer Budgetressourcen kann die Auslieferung neu starten und ist separat zu berücksichtigen.
  • Grenze für monatliche Ausgaben: je Budgetressource mit ihrer eigenen Historie und ihren eigenen Änderungsdaten berechnen – unverändert: Tagesbudget × 30,4; nach einer Änderung: bis dato angefallene Kosten dieser Ressource + aktuelles Tagesbudget × verbleibende Kalendertage; danach vergleichbare Ressourcen summieren. Eine Änderung an einer Ressource setzt die anderen nicht zurück. Gilt nur mit bekanntem Budgetverlauf, sonst nicht prüfbar. Abrechnungsgrenze, kein Liefer- oder Ausgabendeckel.

Für die manuelle Vorlage gilt: Fehlt eine Angabe, bleibt die betroffene Aussage offen – Sie markieren sie, statt eine Zahl zu erfinden. Das eingebettete Formular kennt nur seine vier Felder; fehlt eines oder liegt es ausserhalb des gültigen Bereichs, zeigt es «N/A».

  • Ein leeres Pflichtfeld bedeutet unbekannt: Notieren Sie «nicht prüfbar» und die fehlende Angabe, nie eine plausible Zahl. Eine ausdrückliche Null bleibt davon unterscheidbar. Am Periodenende gibt es keine Resttage; dann ist der Resttagesbedarf «N/A», nicht das ganze Blatt «undefiniert».
  • Verschiedene Währungen werden weder summiert noch umgerechnet.
  • Die mögliche Tagesauslieferung stammt aus Googles Tagesgrenze. Sie ist eine Planungsreferenz für fakturierbare Kosten, weder Freigabe noch garantierte Obergrenze der ausgelieferten Kosten, und wird nie vom Restplan abgezogen.
  • Kampagnen ohne dokumentierte Tagesgrenze – etwa mit Bezahlung pro Conversion – werden markiert und ausgenommen statt stillschweigend mit 2 multipliziert. Die Grenze für monatliche Ausgaben bleibt auch dort bestehen.

Wie maitiq das Pacing täglich übernimmt

Der Budget-Pacer-Workflow rechnet nicht dieses Blatt, sondern nutzt die zum Laufzeitpunkt verfügbaren Kontodaten: Kosten seit Monatsbeginn geteilt durch den heutigen Tag (today.day) gegen den aufgelösten Monatsplan. Das weicht vom vorsichtigen Szenario mit einem abgeschlossenen Tag in diesem Beitrag ab. Auf Kontoebene wählt die Standardeinstellung genau eine geeignete beste oder schlechteste Kampagne; die Verteilung auf Kampagnenebene ist ein separater Modus. Fehlt der Plan allein, entsteht weiterhin ein Vorschlag: Eine konfigurierte Workflow-Vorgabe hat Vorrang vor dem Kontoplan; fehlen beide, dienen die vollständigen kontolokalen Kosten der letzten 90 Tage geteilt durch drei als beschriftete Vergleichsgrösse – nicht als buchstäblich drei vorangegangene Kalendermonate und ohne daraus abgeleitete Autorisierung. Der Workflow ist standardmässig täglich geplant, der Zeitplan ist konfigurierbar. Sie entscheiden; eine konfigurierte, begrenzte Autopilot-Regel kann ebenfalls freigeben und ausführen, jede Ausführung protokolliert und durch Grenzen gesichert (guarded apply). Fehlt Evidenz für Plan, Währung oder Abdeckung, hält der Lauf die fehlende Evidenz fest, statt einen Vorschlag zu erfinden.

Wie zählen Sie gemeinsame Budgets richtig?

Ein gemeinsames Budget ist laut Google ein einziges durchschnittliches Tagesbudget für mehrere Kampagnen; nicht voll ausgeschöpfte Budgets werden automatisch an Kampagnen mit begrenztem Budget neu zugewiesen. Daraus folgen vier Regeln:

  1. Zählen Sie die Budgetressource einmal und listen Sie die Mitgliedskampagnen daneben.
  2. Rechnen Sie Grenzen auf die Ressource, nicht auf jede Mitgliedskampagne.
  3. Behandeln Sie kein Mitglied als isoliert steuerbar; die maitiq-Kontorangfolge schliesst Mitglieder gemeinsamer Budgets von einer Einzelkorrektur aus und zählt sie mit. Das ist Ranking-Verhalten von maitiq, kein allgemeines Verbot, Budgets als Betreiber umzustrukturieren.
  4. Rechnen Sie beim Umhängen mit Nebenwirkungen: Google addiert das Budget einer neu hinzugefügten Kampagne zum gemeinsamen Betrag, und ein Wechsel mitten am Tag liefert danach aus, als hätte die Kampagne bis zum Wechsel nichts ausgegeben.

Ein Konto mit Performance Max oder App-Kampagnen kann seine Periode deshalb nicht vollständig über gemeinsame Budgets steuern.

Was tun bei Unterausgabe?

Nicht sofort erhöhen: Ein höheres Budget behebt weder fehlende Nachfrage noch ein falsches Conversion-Signal. Prüfen Sie zuerst enges Gebotsziel, eingeschränkte oder abgelehnte Anzeigen, begrenzende Standort-, Sprach- oder Werbezeitplaner-Einstellungen, unzuverlässige Messung, eine geplante Pause, eine geteilte Budgetressource und einen veralteten Plan.

Erst bei verlässlicher Messung geht eine Erhöhung an eine geeignete Kampagne. «Geeignet» richtet sich nach dem Modus: CPA bei Conversion-Zielen, ROAS bei Wertzielen, CPC mit CTR als Tiebreak nur, wenn das Konto auf Klicks ausgerichtet ist (Klick- oder Hybridmodus). Eine Kampagne ohne positive Ausgabe und belastbaren Nenner wird ausgeschlossen statt gerankt.

Was tun bei Überausgabe?

Eine Projektion über Ziel kann aus einem kurzen Nachfrageschub stammen. Prüfen Sie Änderungsverlauf, Reife des Messfensters, Conversion-Verzögerung, Kampagnenrolle und gemeinsame Budgets. Beim Eingriff gilt Googles Änderungslogik:

  • Die Änderung wirkt nicht rückwirkend: Für den Rest des Monats gilt neues Tagesbudget × verbleibende Kalendertage, zuzüglich der bereits angefallenen Kosten.
  • Für die Tagesgrenze zählt das höchste an diesem Tag eingestellte Tagesbudget. Wer morgens erhöht und nachmittags senkt, behält die höhere Grenze.
  • Für die Monatsgrenze einer Ressource zählt nur das zuletzt gültige Tagesbudget.

Weil ein Tag bis zum Doppelten abrechnen kann, ist in den Schlusstagen ein Puffer vertretbar. Die maitiq-Workflows arbeiten mit konfigurierten Grenzen – maximale Änderung pro Schritt und Tagesgrenzen; ein solcher Puffer ist eine geplante Betriebseinstellung, kein allgemeingültiger Schwellenwert.

Jede Änderung wird protokolliert: alter und neuer Tageswert, Budgetressource, erwartete Periodenwirkung, Begründung, Freigabe, Verifikation und Rollback-Punkt. Den Freigabeweg beschreibt der Leitfaden zu Governance und Freigaben.

Was zeigt der Google-Budgetbericht – und was nicht?

Der Budgetbericht zeigt monatliche Ausgabengrenze, Prognose und Kosten bis dato. Er kennt Ihren internen Geschäftsplan nicht; Sie vergleichen seine Zahlen mit dem von Ihnen gelieferten Plan. Seine dokumentierten Grenzen gehören zur Auswertung:

  • Performance Max ist derzeit nicht mit dem Budgetbericht kompatibel.
  • Es braucht eine Kampagne, deren Zeitraum den laufenden Monat einschliesst.
  • Werbezeitplaner werden in der Prognose nicht berücksichtigt.
  • Der Bericht folgt Googles Abrechnungssicht, nicht Ihrem Periodenplan.

Fehlt der Bericht für einen Kontoteil, ist das kein ausgeglichener Pace, sondern fehlende Abdeckung: Kennzeichnen Sie ihn und arbeiten Sie dort mit der Kostenhistorie weiter.

Wie unterscheidet sich ein interner Expositionsrahmen?

Ein Periodenplan sagt, was Sie ausgeben wollen; ein interner Expositionsrahmen – die interne Grenze für Ausgaben und Stopp – sagt, wann Sie stoppen. Zu einem kontrollierten Start – etwa einem SEA-Piloten – gehören:

  • Tagesbudget je Kampagne und Summe der eindeutigen Budgetressourcen;
  • eine separate Autorisierung für die ganze Laufzeit;
  • die ausdrückliche Annahme möglicher Intraday-Exposition: planerisch rund 2 × höchstes an diesem Tag konfiguriertes Tagesbudget je unabhängiger Budgetressource, mit den genannten Ausnahmen. Das ist eine anwendbare Planungsreferenz für fakturierbare Kosten, keine Obergrenze der ausgelieferten Kosten; ein Wechsel gemeinsamer Budgetressourcen kann die Auslieferung neu starten und ist separat zu berücksichtigen;
  • eine pessimistische Reserve für noch nicht verbuchte Kosten bis zum nächsten Kontrollpunkt;
  • ein Monitoringrhythmus mit benannter Person, getestetem Pausenzugriff, schriftlicher Stopregel und Rollback-Punkt.

Diese Grenze ist ein Autorisierungs- und Stoplimit, kein Deckel seitens des Anbieters. Eine Pause wirkt nicht rückwirkend, aufgelaufene Kosten bleiben geschuldet. Wer einen technisch harten Deckel braucht, muss eine Google-Funktion nutzen, die das leistet, und ihre Verfügbarkeit belegen.

Welche Kontrollen braucht ein grosses Konto?

  1. Kosten kontolokal und in Kontowährung erfassen;
  2. Planquelle, Freigabe und Budgetänderungen versionieren;
  3. Projektion und Resttagesbedarf mit sichtbarer Formel berechnen;
  4. Abweichung nach Ursache klassifizieren statt nach Vorzeichen;
  5. Budgetressourcen zählen, gemeinsame einmal;
  6. maximale Einzeländerung und Änderungsfrequenz vorab festlegen;
  7. je Entscheidung einen belegten Vorschlag erzeugen und freigeben lassen;
  8. Umsetzung protokollieren und nach angemessener Reife verifizieren;
  9. bei Mess-, Abdeckungs- oder Expositionsfehler stoppen statt weiterrechnen.

Ein vorschlagender maitiq-Lauf verkettet Plan, Kosten, Projektion, Kampagne und altes zu neuem Tagesbudget, ohne das Konto zu verändern; den Ablauf zeigt das read-only Google Ads Audit.

Häufige Fragen

Kann Google mein Tagesbudget überschreiten?

Ja. Google dokumentiert Mehrauslieferung bis zum Doppelten des Tagesbudgets; für die meisten Kampagnen ist das zugleich die Grenze für tägliche Ausgaben. Bei Bezahlung pro Conversion nennt Google keine Tagesgrenze.

Ist Tagesbudget mal 30,4 mein Monatsbudget?

Nein. Es ist Googles Grenze für monatliche Ausgaben bei unverändertem Budget; jede Änderung verschiebt die Rechnung auf die verbleibenden Tage.

Warum ist mein belasteter Betrag tiefer als die ausgelieferten Kosten?

Eine Gutschrift für Mehrauslieferung ist ein möglicher Grund; auch der Zahlungszeitpunkt, Gutschriften für ungültigen Traffic und Korrekturen können den belasteten Betrag verändern. Den Abgleich beschreibt der Leitfaden zu Mediabudget und Agenturhonorar.

Ist eine lineare Projektion eine Prognose?

Nein. Sie ist ein Pace-Indikator aus abgeschlossenen Tagen, ohne Auktionsdynamik, Saison, Lernphasen oder Conversion-Verzögerung.

Gibt es im Konto eine feste Obergrenze pro Kampagne?

Für das Gesamtbudget der Kampagne beschreibt Google, dass nie mehr als der Gesamtbetrag belastet wird. Diese Budgetart ist aber an neue Kampagnen, bestimmte Kampagnentypen und eine Mindestlaufzeit von drei Tagen mit verlängerbarem Enddatum gebunden.

Zählt ein gemeinsames Budget pro Kampagne?

Nein. Es ist eine Budgetressource für mehrere Kampagnen und zählt einmal; Mitgliedskampagnen gelten nicht als einzeln steuerbar.

Verändert der maitiq Audit Budgets?

Nein. Ein vorschlagender Lauf liest und verändert nichts. Das Anwenden eines freigegebenen Budgets ist ein separater, autorisierter und protokollierter Schritt; eine konfigurierte, begrenzte Autopilot-Regel kann freigeben und ausführen, jede Ausführung durch Grenzen gesichert (guarded apply).

Quellen und Einordnung

Alle Quellen sind Google-Ads-Hilfeseiten: Sie dokumentieren Plattformfunktionen, Abrechnungsgrenzen und Berichtsgrenzen. Die CHF-Zahlen in diesem Beitrag sind frei gewählte, illustrierte Beispiele und keine Google-Angaben; die im Juni-Beispiel genannte Kostenquelle ist eine hypothetische Beispielquelle, kein beobachtetes Konto. Angaben zur Arbeitsweise von maitiq finden Sie auf maitiq.com.

Lassen Sie Ihren konkreten Fall von maitiq prüfen.

Budget-Pacing mit eigenen Zahlen prüfen

Alle Felder beginnen leer. Die Rechnung beschreibt eine Abweichung; sie ist keine Ausgabenanweisung und kein harter Tagesdeckel. Ein durchschnittliches Tagesbudget ist eine Kampagneneinstellung, keine Zusage.

Kalendertage des betrachteten Monats (28 bis 31).
Abgeschlossener Tag im Monat; die Ausgaben gelten bis zum Tagesende.
Geplantes Monatsbudget, nicht die Summe aller Tagesbudgets.
Beobachtete Ausgaben bis zum Ende des gewählten Tages.

N/A: Bitte Kalendertage (28 bis 31), einen abgeschlossenen Tag innerhalb des Monats, das Monatsbudget und die beobachteten Ausgaben angeben. Leere oder ungültige Werte ergeben N/A; null bleibt ein gültiger Wert.

Abweichung = Ausgaben bis zum gewählten Tag − Monatsbudget × Tag / Kalendertage. Die Hochrechnung ist eine lineare Fortschreibung der beobachteten Ausgaben, keine Prognose von Leistung oder Klickpreisen.