maitiq Ratgeber
Google Ads Kosten senken, ohne Leistung zu streichen
maitiq · Veröffentlicht
Ein Sparauftrag kommt meist als Zahl: zehn Prozent, zwanzig Prozent. Die Zahl sagt aber nicht, welche Kosten gemeint sind, wer sie steuert und woran Sie erkennen, ob die Reduktion gewirkt hat oder nur verschoben wurde.
Welche Kosten senken Sie eigentlich?
Eine Kostenkategorie ist eine Kostenart mit eigenem Empfänger, eigenem Beleg und eigenem Freigabeweg. Ein Reduktionsprogramm ohne diese Zuordnung erzeugt Scheinerfolge: Ein tieferes Honorar sieht wie eine Einsparung aus, obwohl dieselbe Arbeit nun intern anfällt. Ordnen Sie deshalb jede Position genau einer Kostenkategorie zu.
| Kostenkategorie | Was darin enthalten ist | Wer sie steuert | Was eine Reduktion belegt |
|---|---|---|---|
| Werbeausgaben | die tatsächlich von Google belasteten Werbekosten, einschliesslich Positionen ausserhalb von Klicks und Impressionen | Freigabe im Unternehmen, Umsetzung im Konto | tiefere Ausgaben an Google, nicht automatisch bessere Effizienz |
| Betreuung | externes Honorar oder interne Kosten für den laufenden Kontobetrieb | Vertrag oder Stellenplan | tiefere Betreuungskosten bei gleichem Leistungsumfang |
| Koordination | interne Zeit für Ziele, Daten, Abstimmung, Freigaben und Reporting | Betriebsmodell und Rollenverteilung | weniger interne Stunden bei gleicher Entscheidungsqualität |
| Zusatzkosten | Setup, Kreation, Tracking, Landingpages, Werkzeuge, Übergang | wechselnde Verantwortliche | Wegfall oder Verlagerung; beides muss benannt werden |
Daraus folgen zwei Regeln. Erstens: Eine Verschiebung zwischen zwei Kostenkategorien ist keine Einsparung, solange die verlagerte Arbeit und die damit verbundenen Kosten nicht beziffert sind; die Spalte «Verlagerte Arbeit und Kosten» hält beides fest. Zweitens: Eine Reduktion in einer Kostenkategorie beweist nichts über die anderen drei.
Fünf Hebel, die Betriebskosten senken
Die meisten dieser Hebel wirken ausserhalb des Kontos, also genau dort, wo Kostenprogramme oft zu spät hinschauen.
| Hebel | Was sich verändert | Woran es messbar wird |
|---|---|---|
| Leistungsumfang | welche Arbeiten überhaupt Teil der Betreuung sind | Leistungsverzeichnis gegen tatsächlich erbrachte und belegte Arbeit |
| Honorarformel | welches Verhalten die Vergütung belohnt | Berechnungsbasis, Ausnahmen, Verhalten bei Budgetänderungen |
| Messqualität | ob Kostenkennzahlen überhaupt vergleichbar sind | Conversion-Definition, Zählweise, Zeitbezug, Währung |
| Abdeckung repetitiver Arbeit | wer wiederkehrende Auswertungen ausführt und wie nachvollziehbar sie sind | Frequenz, Dauer, Ergebnisform je Aufgabe |
| Governance | wie aus einer Empfehlung eine autorisierte Änderung wird | Freigabespur, Änderungsverlauf, Rollback-Regel |
Der vierte Hebel ist maitiqs eigener: Die wiederkehrende Kontoanalyse läuft standardmässig täglich als Workflow, und jeder Vorschlag trägt Massnahme, Begründung und Datenbasis; alte und neue Werte werden genannt, wo sie aussagekräftig sind. Frequenz, Ergebnisform und Nachvollziehbarkeit sind damit prüfbar statt geschätzt.
Warum die Honorarformel bei einer Kostensenkung mitentscheidet
Jede Honorarformel erzeugt im Reduktionsfall ein anderes Interesse. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Struktureigenschaft, die Sie vor dem Gespräch kennen sollten.
- Prozent vom Mediabudget: Sinkt die vertragliche Berechnungsbasis, sinkt auch das Honorar – soweit keine Untergrenzen, Obergrenzen oder Staffeln greifen. Das ist eine Eigenschaft der Formel; über die Absichten eines Anbieters sagt sie nichts. Halten Sie deshalb im Vertrag fest, wer eine Budgetsenkung vorschlagen darf und wie sie bewertet wird.
- Fixhonorar oder Retainer: Eine Medienreduktion verändert das Honorar nicht. Ein Fixhonorar muss aber nicht zu stillen Kürzungen führen: Prüfen Sie, ob der vereinbarte Leistungsumfang unverändert erbracht wird.
- Stunden- oder Tagessatz: Weniger abgerechnete Stunden können echte Effizienz sein und die Abdeckung unverändert lassen. Prüfen Sie die Abdeckung, statt einen Rückgang zu unterstellen; ohne diese Prüfung riskieren Sie, Aufmerksamkeit statt Kosten zu kürzen.
- Erfolgsabhängige Anteile: Die Zielgrösse entscheidet über die Rechnung. Eine unklare Conversion-Definition wird hier sofort teuer.
Verlangen Sie zu jeder Formel dieselben vier Angaben: Berechnungsbasis, Ausnahmen, Verhalten bei Budgetänderungen und die Leistungen, die bei einem tieferen Honorar entfallen. Der Vergleich der Preismodelle führt die Modelle aus; hier zählt nur ihr Verhalten im Reduktionsfall.
maitiq verwendet kein Managementhonorar als Prozentsatz des Mediabudgets: Das Honorar ist nicht an das Mediabudget gekoppelt – maitiq verdient nicht mehr, wenn Ihre Werbeausgaben steigen. Weil pro Konto offeriert wird, bleibt der vereinbarte Leistungsumfang der Vergleichsmassstab.
Warum Effizienzkennzahlen wie CPL und CPA einen definierten Nenner brauchen
Effizienzkennzahlen wie CPL oder CPA sind Verhältniszahlen. Ist ihr Nenner unklar, ist ein tieferer Zähler keine Verbesserung, sondern nur eine kleinere Zahl. Gesamtausgaben und Honorare sind dagegen absolute Beträge: Tiefere Gesamtkosten können eine echte Einsparung sein, auch wenn die Effizienz noch unbekannt ist. Vier dokumentierte Plattformeigenschaften betreffen fast jedes Kostenprogramm.
- Primär oder sekundär. Google verwendet primäre Conversion-Aktionen für die Gebotsoptimierung und weist sie in der Spalte «Conversions» aus. Sekundäre Aktionen dienen der Beobachtung, erscheinen in «Alle Conversions» und werden nicht für Gebote verwendet, es sei denn, sie sind Teil eines benutzerdefinierten Zielvorhabens, das eigens in eine Kampagne aufgenommen wurde.
- Zählweise. Die eine Einstellung zählt jede Conversion nach einer Anzeigeninteraktion, die andere nur eine pro Anzeigeninteraktion und Conversion-Aktion – nicht zwingend eine pro Klick. Dieselben Ereignisse ergeben je nach Einstellung unterschiedliche Kosten pro Conversion.
- Sichtbarkeit im Suchbegriffsbericht. Der Bericht zeigt Suchbegriffe, die von einer erheblichen Zahl von Personen verwendet wurden, und lässt Begriffe mit zu geringer Aktivität aus Datenschutzgründen weg. Abwesenheit im Bericht ist kein Beleg für Abwesenheit im Konto.
- Lücken im Änderungsverlauf. Der Änderungsverlauf umfasst zwei Jahre auf Konto-, Kampagnen- und Anzeigengruppenebene und nennt Nutzer oder Werkzeug. Nicht alle Änderungen auf Kontoebene und nicht alle Änderungen durch Google-Mitarbeitende erscheinen dort.
Legen Sie deshalb die Geschäftsziele und Conversion-Aktionen fest, die für Ihre Entscheidungen relevant sind, und dokumentieren Sie, wann sie als gültig gelten. Sekundäre Aktionen und benutzerdefinierte Zielvorhaben bleiben Teil des Bildes, wenn sie in eine Kampagne aufgenommen wurden.
Repetitive Arbeit ist ein Kostenblock, kein Nebeneffekt
Ein grosser Teil der laufenden Kosten entsteht durch wiederkehrende Arbeit: dieselben Auswertungen, dieselben Reports, dieselben Rückfragen. Erfassen Sie diese Arbeit einmal sauber — Aufgabe, Frequenz, Dauer, Ausführende, Ergebnisform — bevor Sie über Werkzeuge oder Anbieter sprechen.
Automatisierung verändert zunächst nur, wer diese Arbeit ausführt. In Ihrem eigenen Arbeitsblatt ist das eine Verschiebung zwischen Kostenkategorien und unterliegt derselben Regel wie jede andere Massnahme: ohne bezifferte verlagerte Arbeit und damit verbundene Kosten und ohne verifizierten Zyklus keine gebuchte Einsparung.
Als Angebot in der Kategorie Betreuung ist die Abdeckung dagegen verhandelbar: maitiq halbiert die Managementkosten einer klassischen Google-Ads-Agentur bei vergleichbarem Leistungsumfang. Das ist eine Aussage von maitiq und kein unabhängiger Marktnachweis; verglichen wird die Betreuung, nicht Ihr Google-Mediabudget.
Prüfbar ist dagegen die Nachvollziehbarkeit. Die automatisch angewendeten Empfehlungen von Google liefern das Prüfmuster: Nur eine begrenzte Auswahl lässt sich automatisch anwenden, Budgeterhöhungen gehören in dieser Iteration nicht dazu, die Einstellung ist jederzeit schaltbar, und angewandte Empfehlungen sind im Änderungsverlauf nachlesbar. Verlangen Sie genau diese vier Angaben — Umfang, Ausschlüsse, Schaltbarkeit und Nachlesbarkeit — für jede Automatisierung in Ihrem Konto.
Wann übernimmt die Verschwendungsdiagnose?
Das Reduktionsprogramm ordnet und steuert; die zeilenweise Diagnose von Medienverschwendung gehört nicht dazu. Dafür gilt die wichtigste Regel im ganzen Thema: Eine Zeile ohne Conversion ist zuerst eine Zeile ohne Conversion, keine Verschwendung. Messreife, Kampagnenrolle, Relevanz, Materialität und mögliche Konflikte mit gewünschten Suchanfragen oder bestehenden Keywords kommen davor.
Die Detailmethode liegt beim Beitrag Google Ads Verschwendung erkennen. Nehmen Sie dessen Befunde als Eingaben in das folgende Arbeitsblatt auf: als Zeilen der Kategorie Werbeausgaben, mit Evidenzzustand und benannter verlagerter Arbeit und damit verbundenen Kosten.
Das Priorisierungs-Arbeitsblatt
Das Arbeitsblatt ist eine manuelle Vorlage in zwei Stufen: Kopieren Sie es in Ihr eigenes Arbeitsblatt oder Register und arbeiten Sie die zwei Stufen der Reihe nach durch. Es vergibt keine geschätzte Einsparung und berechnet keine Gewichte oder Rangfolge; es beantwortet die engere und ehrlichere Frage, welche Massnahme überhaupt bewertet werden darf und in welcher Reihenfolge Sie die zugelassenen Massnahmen abarbeiten. Was Stufe 1 nicht besteht, wird nicht gereiht, sondern abgeklärt.
Stufe 1 — Zulassung
Adressieren Sie alle sieben Felder. Ein Feld darf «nicht anwendbar» sein, wenn Sie es begründen – das ist etwas anderes als unbekannt oder null. unbekannt ist gültig und führt die Zeile in die Abklärung statt in die Umsetzung, wenn die Angabe für den Entscheid material ist. Tragen Sie «keine verlagerte Arbeit und keine zusätzlichen Kosten» erst ein, wenn Sie das geprüft haben; fehlende Daten werden nie als null eingetragen.
| Feld | Leserangabe | Warum es über die Zulassung entscheidet |
|---|---|---|
| Kostenkategorie | Werbeausgaben, Betreuung, Koordination oder Zusatzkosten | ohne Kostenkategorie ist eine Ersparnis nicht zuordenbar |
| Beobachtung | was gesehen wurde, mit Quelle und Zeitraum | trennt Befund von Vermutung |
| Nenner | verwendete Conversion, Zählweise, Zeitbezug, Währung | relevant für Effizienzvergleiche wie CPL oder CPA; keine Voraussetzung für jede Honorar- oder Koordinationsmassnahme |
| Evidenzzustand | belegt, teilweise, unbekannt oder widersprüchlich | fehlende Daten bleiben sichtbar statt still zu null zu werden |
| Verlagerte Arbeit und Kosten | welche Arbeit und welche Kosten wohin wandern und was sie dort kosten | verhindert eine typische Scheineinsparung |
| Umkehrbarkeit | umkehrbar, teilweise oder irreversibel, mit Begründung | bestimmt, wie viel Evidenz die Massnahme braucht |
| Freigabe | Rolle oder Person mit wirtschaftlicher Autorisierung | eine Optimierungsempfehlung ist keine Ausgabeentscheidung |
Stufe 2 — Reihenfolge
Zugelassene Massnahmen ordnen Sie über vier Kriterien. Diese Seite berechnet keine Gewichte, Schwellen oder Punktzahlen: Sie halten fest, welche Prioritäten Sie wählen und warum.
| Kriterium | Frage an die Massnahme |
|---|---|
| Evidenzstärke | Wie gut ist der Befund belegt, und aus welcher Quelle? |
| Umkehrbarkeit | Wie schnell und vollständig ist der Zustand wiederherstellbar? |
| Kontrollrisiko | Was geht verloren, wenn die Annahme falsch war? |
| Aufwand | Welcher interne und externe Aufwand entsteht bis zur Verifikation? |
Das Resultat ist eine Reihenfolge, keine Frankenzahl. Es sagt, welche Massnahme Sie zuerst angehen – nicht, wie viel Sie sparen werden.
Eine illustrative Startreihenfolge mit sachlicher Begründung
Die folgende Startreihenfolge ist illustrativ und folgt Abhängigkeiten, nicht erwarteter Ersparnis. Voneinander unabhängige Prüfungen können parallel laufen; Honorarprüfung und die Begrenzung unkontrollierter Exposition müssen nicht auf die Klärung der Conversion-Daten warten:
- Leistungsumfang und Honorarformel vergleichen. Dieser Hebel ist auch ohne belastbare Kontodaten prüfbar.
- Unkontrollierte Exposition begrenzen. Ohne Freigaberegeln und Änderungsspur entstehen Kosten schneller, als eine Analyse sie findet.
- Effizienz-Nenner klären. Offene Conversion-Definition, Zählweise oder Zeitbezug verzerren Effizienzvergleiche wie CPL oder CPA; für Honorar- und Koordinationsfragen sind sie nicht Voraussetzung.
- Repetitive Arbeit zuordnen. Erst wenn klar ist, welche Auswertung wie oft nötig ist, lässt sich ihre Abdeckung verlagern.
- Belegte irrelevante Nachfrage untersuchen. Sonst riskieren Sie, nützliche Aktivität auf Basis einer unsicheren Messung zu kürzen.
Das ist eine Abhängigkeitslogik, keine Aussage über die Höhe einer möglichen Einsparung.
Der kontrollierte Reduktionszyklus
Jede zugelassene Massnahme durchläuft denselben Zyklus mit sechs Feldern. Baseline, Entscheid und Umsetzungspfad sowie den vorab festgelegten Beobachtungs- und Verifikationsplan definieren Sie vor der Umsetzung; das tatsächlich beobachtete Resultat, die Verifikation und den anschliessenden Entscheid halten Sie danach fest.
| Schritt | Was festgehalten wird | Typischer Fehler |
|---|---|---|
| Baseline | Definition, Zeitraum, Währung, Conversion, Kostenkategorie, Datenstand, bekannte Messlücken, parallel laufende Änderungen | die Baseline erst nachträglich bestimmen |
| Entscheid | genau eine Massnahme, erwartete Richtung, Unsicherheit, Expositionsgrenze, Freigabe | eine koordinierte, autorisierte Gruppe von Änderungen als Fehler behandeln, statt die fehlende Trennbarkeit festzuhalten |
| Umsetzungspfad | wer ändert was auf welchem autorisierten Weg | eine Empfehlung als erfolgte Umsetzung verbuchen |
| Beobachtung | vorab festgelegter Zeitpunkt und vorab festgelegte Datenquelle | nach jeder Tagesschwankung neu bewerten |
| Verifikation | derselbe Nenner wie in der Baseline; Rohzahl, Berechnung und Deutung getrennt | nur das positive Resultat festhalten |
| Entscheidung danach | fortführen, zurücknehmen oder vertiefen, nach der vorab definierten Stop-Regel | ein einmal positives Signal als Freibrief nehmen |
Zum Beobachtungsfenster gibt es keine allgemeingültige Zahl. Angemessen ist, was zu Volumen, Verkaufszyklus und Risiko passt — vorher festgelegt, nicht nachher. Halten Sie auch neutrale und negative Resultate fest.
Welche Hebel senken Kosten, ohne wertvolle Nachfrage abzuschneiden?
Beginnen Sie bei der Ursache: Ein hoher CPC verlangt eine andere Antwort als viele unqualifizierte Leads. Vier Prüfungen helfen bei der Priorisierung:
| Beobachtung | Sinnvolle nächste Prüfung | Beitrag von maitiq |
|---|---|---|
| Anfragen passen nicht zum Angebot | Suchbegriffe und Absicht gegen Angebot und bestehende Keywordlisten prüfen | Unpassende Nachfrage und mögliche Ausschlüsse mit Begründung sichtbar machen |
| Gute Klicks, wenige Anfragen | Anzeige, Zielseite und Conversion-Messung gemeinsam prüfen | Kontoauffälligkeiten eingrenzen; Websitebefunde mit dem zuständigen Team klären |
| Viele Leads, wenig Vertriebserfolg | Qualifizierte Leads statt Formularzahl auswerten | Optimierungsziel und verfügbare Qualitätssignale gemeinsam festlegen |
| Einzelne Bereiche arbeiten effizienter | Nachfrage, Volumen und Qualität vor einer Budgetverschiebung prüfen | Effiziente und schwache Bereiche laufend vergleichen und Massnahmen vorschlagen |
Illustratives Rechenbeispiel: CHF 3’000 Werbekosten bei 60 Leads ergeben CHF 50 CPL. Sind nur zehn Leads qualifiziert, kostet ein qualifizierter Lead CHF 300. Nach einer Änderung ergeben dieselben CHF 3’000 zwar nur 40 Leads, davon aber 15 qualifizierte: CPL CHF 75, qualifizierter CPL CHF 200. Der höhere Formular-CPL wäre hier kein Rückschritt. Für Effizienzvergleiche brauchen die Zahlen dieselben Definitionen, vergleichbare Zeiträume und vollständige Rückmeldungen. Für eine exakte Sperre aufgrund eines verifizierten qualitativen Missmatches oder eines ausdrücklichen Geschäftsausschlusses ist ein ausgereiftes Conversion-Fenster dagegen keine Voraussetzung; ein «Strategieentscheid» meint dabei eine dokumentierte Geschäftspolitik, nicht jede Anpassung der Gebotsstrategie. Das Beispiel ist kein Kundenergebnis.
maitiq schafft dafür einen wiederkehrenden Prüfprozess statt einer einmaligen Sparaktion. Änderungen werden begründet und ihre Wirkung wird anschliessend überprüft. Weniger Managementaufwand und weniger verschwendetes Mediabudget bleiben getrennte Ziele: Eine Honorarsenkung beweist noch keine bessere Kampagne.
Wie maitiq diesen Hebel betreibt
maitiq führt den Zyklus für die wiederkehrende Kontoarbeit laufend: Budget-Pacing und Budgetumverteilung, Ziel-CPA-Anpassung, Suchbegriffs- und Ausschlusspflege, Keyword- und Anzeigengruppenvorbereitung, Anzeigenprüfung sowie eine gesondert vereinbarte Vorbereitung und Koordination der CRM-Messung, ohne automatisch erzeugte Vorschläge und ohne Upload in den Data Manager. Ausgewählte wiederkehrende Workflows laufen im Standardrhythmus täglich; die Kadenz ist konfigurierbar, und nicht jede der genannten Tätigkeiten und nicht jeder Import läuft täglich. Sie erhalten Vorschläge mit Massnahme, Begründung und Datenbasis; alte und neue Werte werden genannt, wo sie aussagekräftig sind. Sie entscheiden manuell oder aktivieren eine begrenzte Regel, die freigeben und eine separat autorisierte, protokollierte Anwendung auslösen kann; ein exakt definierter Ausschluss lässt sich mit einer einzigen Entscheidung für genau diese begrenzte Aktion autorisieren. Den Einstieg bildet ein schreibgeschütztes Audit: Es liefert Befunde aus verbundenen oder hochgeladenen verfügbaren Daten und weist Abdeckung und Lücken aus. Es füllt nicht automatisch jedes Feld dieses manuellen Arbeitsblatts und kann fehlende Conversion-Daten, Verträge oder verlagerte interne Kosten nicht ersetzen; verlagerte Arbeit und Kosten, Freigabe und vertraglicher Leistungsumfang kommen aus Ihrem Unternehmen.
Wann Sie nicht kürzen sollten
- Der Beobachtungszeitraum ist kürzer als Ihr Verkaufszyklus.
- Die Conversion-Messung ist für den geplanten Effizienzvergleich nachweislich unvollständig oder wurde kürzlich geändert.
- Es laufen gleichzeitig andere Änderungen, die das Resultat nicht trennbar machen. Eine koordinierte, autorisierte Gruppe von Änderungen ist nicht automatisch ein Fehler; die fehlende Trennbarkeit muss aber festgehalten werden.
- Die Massnahme ist irreversibel, die Evidenz aber nur teilweise.
- Der einzige Grund ist ein Kennzahlenwert ohne Geschäftsbezug. Der Optimierungsfaktor etwa ist eine Schätzung dazu, wie gut ein Konto aufgestellt ist. Er ist keine Aussage über Ihre Kostenposition.
- Die Massnahme ist eine Senkung des durchschnittlichen Tagesbudgets, die Sie als sofortigen Ausgabenstopp verstehen. Eine Budgetsenkung kann eine gültige Kontrolle sein, doch das nominale Tagesbudget ist keine harte Ausgabengrenze: Für die meisten Kampagnen mit durchschnittlichem Tagesbudget nennt Google eine Tagesgrenze vom Zweifachen und eine Monatsgrenze von 30,4 mal diesem Budget und rechnet innerhalb dieser Grenzen ab; die 30,4 gehen von einem über den Monat unveränderten Budget aus, und spätere Änderungen folgen eigenen Regeln. Diese Rechnung gilt nur für dieses Budgetobjekt: Kampagnen-Gesamtbudgets und Kontobudgets funktionieren anders. Die vollständige Abgrenzung liefert der Budget- und Honorarbeitrag.
Fehlende Evidenz ist weder ein Erfolg noch ein Beleg für Verschwendung. Dokumentieren Sie den offenen Punkt und den nächsten sicheren Prüfschritt. «Noch nicht entscheiden» ist ein zulässiges Ergebnis des Arbeitsblatts.
Häufige Fragen
Welche Massnahme senkt die Kosten am stärksten?
Das ist ohne Ihre Kontodaten unbekannt. Sie erhalten hier deshalb eine Zulassungsprüfung, eine Reihenfolge und einen Nachweisweg — keine Rangliste erwarteter Einsparungen. Ein schreibgeschütztes Audit liefert Befunde aus verbundenen oder hochgeladenen verfügbaren Daten und weist Abdeckung und Lücken aus; das manuelle Arbeitsblatt füllt es nicht automatisch, und fehlende Conversion-Daten, Verträge oder verlagerte interne Kosten kann es nicht ersetzen. Verlagerte Arbeit und Kosten, Freigabe und Leistungsumfang ergänzen Sie aus Ihrem Unternehmen.
Ist ein tieferes Agenturhonorar automatisch günstiger?
Nein. Entfallen notwendige Kontrolle, Messung oder Reaktionsfähigkeit, verschiebt ein tieferes Honorar die Kosten nur in die Kategorie Koordination. Vergleichen Sie immer denselben Leistungsumfang.
Sind negative Keywords ein sicherer Sparhebel?
Nein. Zu breite Ausschlüsse entfernen auch wertvolle Nachfrage. Zudem greifen negative Keywords nicht auf Close Variants: In Googles eigenem Beispiel blockiert das negative Broad-Match-Keyword «flowers» die Suche «red flowers», nicht aber «red flower». Gross- und Kleinschreibung sowie Tippfehler werden automatisch berücksichtigt, Synonyme sowie Ein- und Mehrzahl nicht. Ein verifizierter qualitativer Missmatch oder ein ausdrücklicher Geschäftsausschluss kann eine exakte Sperre auch ohne ausgereifte Conversion-Daten begründen.
Garantiert maitiq tiefere Medienkosten?
Nein. Über Ihr Mediabudget entscheiden Sie.
Wie unterscheide ich eine Einsparung von einer Verschiebung?
Über die Spalte «Verlagerte Arbeit und Kosten». Bewegt eine Massnahme Arbeit in eine andere Kostenkategorie oder zu einer anderen Rolle, gehören diese Arbeit und die dort entstehenden Kosten beziffert in dieselbe Zeile. Ohne sie ist die Zeile nicht zulassungsfähig.
Was bedeutet ein leeres Feld im Arbeitsblatt?
Es bleibt leer, erhält den Zustand unbekannt oder wird als «nicht anwendbar» begründet. Ein begründetes «nicht anwendbar» ist etwas anderes als unbekannt oder null. Es wird nie als null, als bestanden oder als Einsparung gelesen. Eine Zeile mit unbekannt geht in die Abklärung, nicht in die Umsetzung, wenn die Angabe für den Entscheid material ist.
Quellen und Einordnung
Die Quellen sind Google-Ads-Hilfeseiten: Sie dokumentieren Suchbegriffsbericht und Conversion-Zählweisen, negative Keywords, Budget- und Ausgabengrenzen, primäre und sekundäre Conversion-Aktionen, den Änderungsverlauf, automatisch angewendete Empfehlungen, den Budgetbericht und den Optimierungsfaktor. Es sind Plattformbeschreibungen, kein Marktpreis- oder Erfolgsnachweis. Angaben zur Arbeitsweise von maitiq finden Sie auf maitiq.com.